Rosmarin/Rosmarinus officinalis
Familie: Laminaceae/Lippenblütler
Die Heimat des Rosmarin ist der Mittelmeerraum und Afrika.
Die Blütenfarbe reicht je nach Sorte von Weiß über Rosa, unterschiedlichen Blautönen bis tief Lila. Die röhrenförmigen Lippenblüten wachsen in den Blattachsen wie Trauben heran.
Innerlich werden Rosmarin-Zubereitungen aufgrund ihres Gehaltes an ätherischem Öl und Bitterstoffen zur Behandlung von Verdauungsstörungen, Blähungen, Völlegefühl, leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und Appetitlosigkeit eingesetzt.
Äußerlich wird vorwiegend das ätherische Öl verwendet. Es ist wegen seiner hautreizenden, durchblutungsfördernden Wirkungen sehr häufig Bestandteil von Hautölen und Einreibungen zur Behandlung von Nervenschmerzen, Muskel- und Gelenkrheumatismus und Durchblutungsstörungen; ist aber auch in zahlreichen anregend wirkenden Badezusätzen und Bronchialbalsamen enthalten. Nicht zuletzt spielt Rosmarin eine große Rolle als Küchenkraut und Gewürz.
Verwendete Pflanzenteile: getrocknete Blätter, ätherisches Öl
Wirkstoffe: bis zu 2,5 % ätherisches Öl mit Cineol, Pinen, Verbenon, Campher und weitere Monoterpene als Hauptinhaltsstoffe
Indikation: generelles Tonikum, antimikrobiell, krampflösend
Wirkungen: wirkt gegen Bakterien, Pilze und Viren; ferner krampflösende, antioxidative, venentonisierende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte. Fördert Gallenproduktion und Gallenfluss auf milde Weise.
Verarbeitung: Tee, ätherisches Öl in Salben, Bädezusätzen, Balsamen, Lebensmittel/Gewürz